Wundverschluß (Nachtrag)

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Holger
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Wundverschluß (Nachtrag)

Beitrag von Holger »

Hallo zusammen!

Das Thema kennen wahrscheinlich noch einige aus dem letzten Forum und den Schlagabtausch, den sich Thomas und ich geliefert haben... Nein, ich fang jetzt nicht nochmal von vorne an, die Standpunkte sind bekannt, Thomas und ich werden auf keinen gemeinsamen Nenner kommen und das ist auch gut so, jeder soll seine eigene meinung haben dürfen, sollen, müssen, können usw..
Leider hatte ich damals ein bißchen die Einmischung anderer Forumsteilnehmer vermisst. Sagt doch auch mal was dazu! ihr sitzt hier rum und schaut zu wie sich Thomas und ich die Argumente aus den Ärmeln und dem Netz leiern, aber kein anderer sagt seine Meinung dazu! Fatal! Das ist, als wenn Helge Schneider in der NDR-Talkshow sitzt und auf eine Frage antwortet "Ich hab jetzt kein Bock mehr" und geht. Das Forum ist jetzt endlich nach unseren Vorstellungen übersichtlicher geworden, nutzt das und schreibt eure Gedanken und Erfahrungen hier rein, wir alle profitieren davon (ob auf humoristische Art oder fachlich), aber jeder kann hier nur gewinnen. Okay, Zeit ist ein Aspekt, könnte mir vorstellen das Thomas lange für die Versorgung seiner Pflanzen braucht. Aber ein bißchen Zeit findet jeder, aber nun zurück zum Wundverschluß:

Möchte doch jetzt mal zu gerne wissen, was andere so für Erfahrungen mit Wundverschluß haben (und wenn's mit Leukoplast ist), meine Erfahrungen kenne ich, auch wenn sie zum größten Teil auf größere Schnittwunden basieren, aber Baum bleibt Baum.

WICHTIG: Ich will hier niemanden verunsichern oder reinlegen oder das rein aus Jux und Tollerei machen, mir liegt was an dem Thema, sonst würde ich es nicht wieder anschneiden. Ich wollte nur warten, bis Thomas sich wieder beruhigt hat :wink: .

Und noch eine Sache:
Wir haben ja nun hinreichend geklärt, was in LacBalsam, Vaseline usw. drin ist. Aber eine Frage ist für mich noch nicht geklärt worden: Was ist ind der japanischen Wundknete drin, das alle Bonsaiwelt das Zeug so geil findet, oder ist es einfacher Fensterkitt, der sich für sowas prächtig verarbeiten läßt???

Das war's erstmal von meiner Seite, jetzt seit ihr gefragt (Thomas, wenn Du nicht willst, überspring einfach diesen Teil, ich habe dafür volles Verständnis, wir haben uns lange genug geprügelt)

In voller Erwartung


Holger
Raphael
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... wer zu spät kommt ...

Beitrag von Raphael »

Hallo Holger,

leider habe ich den Schlagabtausch verpaßt - bin zu spät auf's alte Board
gestoßen. Die letzte Nachricht zu dem Thema war dann "Ich will kein Besserwisser sein ... " - tja, und dann waren die alten Postings weg wegen des Umzugs.

Was das Thema selbst betrifft, so denke ich, daß da jeder so glücklich werden soll, wie er es für richtig hält. Klar, jeder Baum hilft sich selbst, aber es gibt ebenso Argumente für einen Wundverschluß. Man schaue sich nur die ebay Bäume vom Massenversender an (nein, ich nenne jetzt keine Namen...). Abgesehen davon, daß es da zwei/drei Kandidaten gibt, die ihre Pflanzen grundsätzlich mit jedem Schädling ausliefern, den das Lehrbuch kennt, weisen diese Bäume zum großen Teil grauenhaft quellen bei jedem Regen auf und trocknen wieder ab ... und quellen wieder auf ... und trocknen wieder ab.

So, und diese Stellen sind dann beliebt bei Krankheiten und Schädlingen.

Ein kleines Beispiel - die CHINESISCHE ULME (ich verwende jetzt mal den Oberbegriff), uns allen als "Indoor" bekannt, der dann gelbe Blätter bekommt. Schaust Du auf irgendein Board im Web, gibt's auch unter denen, die draußen stehen, alle zwei Tage einen neuen Kandidaten mit schweren Sympthomen.
Nun ist die Ulme zum einen bei Obi etc. sehr beliebt, zum anderen aber werden gerade mit der Ulme bei der Aufzucht schon Dinge angestellt, bei denen einem schlecht werden kann. Beliebt ist zum Beispiel das "den Stamm längs einschneiden", damit er möglichst schnell dick wird.
Da die Schnittstelle meist eher schlecht verheilt, sieht der Baum hübsch "dramatisch" aus, worauf 9 von 10 Anfängern prompt hereinfallen.

Und genau an diesen Stellen nisten sich dann gerne Schädlinge ein, oder es setzen sich Pilzerkrankungen fest.

Das sauge ich mir hier nicht aus den Fingern, denn ich bin für einige Leute die Anlaufstelle, wenn's mit den Neuzugängen nicht so funktioniert, wie sie es sich gedacht haben. Wenn Du den Leuten dann 'mal ihren Baum unter dem Mikroskop zeigst, wird ihnen ganz anders.

Ich hab's bei meinem kleinen Disput mit Thomas ja schon anklingen lassen (und ich liebe heftige Diskussionen ...), ich habe in Japan Dinge gesehen, die ich hier in keinem Buch gefunden habe und in Büchern Sachen gelesen, wo ich nur den Kopf schüttele.

Ich habe auch schon die Verfasser solcher Traktate darauf angesprochen, die sich dann garnicht mehr erinnern konnten/wollten, soetwas geschrieben zu haben.

Darum - es schadet nicht bei egal welchem Thema den eigenen Kopf zu benutzen und dann so zu verfahren, wie man es sich bei reiflicher Überlegung zurechtgelegt hat.

Was das Thema Verwirrung betrifft, so habe ich da sicherlich eine radikalere Haltung als Thomas. Zum einen finde ich, daß zumindest ein Teil der Leute eh' schon "naturverwirrt" sind, sonst käme so manche Idee, die hier vorgetragen wird, garnicht zur Niederschrift. Zum anderen schadet es - nach meiner ganz persönlichen Meinung - nicht, wenn man Neulingen, neben der gebotenen Hilfestellung, auch 'mal klarmacht, daß Bonsai kein Thema ist, dem man sich so irgendwie nebenbei und ohne Denkanstrengung widmet. Sorry, aber wem 15 EUR für eine Schale zuviel sind, der wird spätestens bei der ersten Schere den Herzkasper bekommen ... und das meine ich jetzt nicht nur finanziell.
Vor kurzem war hier zu lesen "ich habe zuviel an meinem Baum abgeschnippselt", und genau das ist der springende Punkt. Man schnippselt nicht an einem Baum herum. Schon allein deshalb nicht, weil man eigentlich grundsätzlich das Hirn benutzen sollte, bevor man etwas tut.

Ich habe da vielleicht weniger "Sendungsbewußtsein" als Thomas ... aus meiner Sicht wird der, den es beim Anblick von Bonsais nicht irgendwann "gepackt" hat, auf Dauer nicht glücklich werden bei diesem Thema.

Das ist alles nicht arrogant gemeint, und derjenige, der jetzt gerne auf mich einprügeln möchte, sollte sich wenigstens das eine oder andere Posting laut vorlesen und sich dabei fragen, wieviel Hirn war daran beteiligt ?

In diesem Sinne ...

Raphael :D
Helmut
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Re: Wundverschluß (Nachtrag)

Beitrag von Helmut »

"... Aber eine Frage ist für mich noch nicht geklärt worden: Was ist in der japanischen Wundknete drin, dass alle Bonsaiwelt das Zeug so geil findet..."

Hallo Holger,

werde mich mal bei meinem Freund in Japan informieren.
mfg. Helmut
Raphael
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.. ach ja, die Knete

Beitrag von Raphael »

Warum die Bonsaiwelt die Knete so klasse findet, ist genug Stoff
für abendfüllende Diskussionen.

Was den Inhalt betrifft, so lassen wir den kneteartigen Teil 'mal außen
vor, da kann man genausogut Installationskitt nehmen - Hauptsache ich habe eine Knetmasse, die die Wunde verschließt.

Was die Knete von anderem unetrscheidet, ist, das Hormone 'drin sind, die die Wundheilung beschleunigen (sollen) - Punkt.

Das erklärt dann auch den relativ hohen Preis ... nicht, weil die hormone es wert wären, sondern einfach, weil die Leute dann 'drauf abfahren und ihrem Schützling nur das Beste vom Besten gönnen wollen.

Wi gesagt, den Abdichteffekt kann man genausogut mit anderem erzielen. Es gibt letztlich sogar Dinge, die sich besser eignen, weil sich sich definitiv nicht mit dem Holz verbinden und sich somit besser entfernen lassen.

Soll's jeder machen, wie er mag ....

Raphael

:D
Holger
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Auf Dich habe ich gewartet!

Beitrag von Holger »

Endlich mal einer, der Tagetes redet!

Ja, ich sehe das ähnlich, auch wenn ich in meinem anderen Beitrag lapidar von schnippeln gesprochen habe.
Schade, daß Du den Schlagabtausch zwischen Thomas und mir verpasst hast, das war echt interessant, auch wenn Thomas das anders sieht. Im großen und ganzen ging es um Wundverschluß ja/nein, womit (LacBalsam/jap. Wundknete, Vaseline und ähnlichem Zeug). Es wurde dann recht heftig und teilweise auch unsachlich (beiderseits), bis Thomas dann so absolut keinen Bock mehr darauf hatte, schade eigentlich.

Ein sehr gutes Beispiel fand ich überigens Stamm längs einschneiden! Da kannst Du Dir auch die Pulsadern längs aufschneiden, das kommt so ziemlich auf das gleiche raus. Was mich aber noch mehr schockiert hat: In meinem Fachbuch von Horst Stahl, (welches ich im allgemeinen sehr schätze), steht doch tatsächlich, daß man die Wundränder oben und unten spitz zuschneiden soll, damit die Wunde schneller heilt. Da fliegt mir echt der Draht aus der Krone. Schneller mag sie damit ja zuwachsen, aber ist das auch noch gut für den Baum. In diesem Bezug gefiel mir auch, daß Du "Deinen Leuten" ihre Bäume dann auch mal unter dem Mikroskop zeigst. Und alles, was ich Thomas gegenüber gesagt habe, habe ich mir auch nicht aus den Fingern gesogen, sondern ist wissenschaftlich belegt worden( siehe Shigo), wenn auch nicht an Bonsai. Aber ich denke, Baum ist Baum. Die Lebensweise wird sich nicht durch eine Schale ändern. Das Problem ist, du schaust nur von aussen auf den Baum. Was aber in ihm vorgeht ist meist viel entscheidender.
So hält sich wohl auch unter den Bonsaifreaks noch der Irrglaube Kallus sei ein Zeichen von Heilung. Das ist falsch. In wirklichkeit handelt es sich dabei um Wundholz, daß sich sogar einrollen kann, wenn es zu groß wird (was bei Schnitten passiert, die den Astkragen verletzen).

Ich finde Deine Haltung absolut nicht radikal, sondern vollkommen vernünftig (ich hole jetzt nicht nochmal den Kolumbus aus der Schublade). Wo kämen wir denn hin, wenn wir alles glauben würden und hinnähmen? Nein, nein. So billig ist das Leben nicht und die Bonsaikunst schon gar nicht. Mein letzter Maltretierungsversuch ist acuh gründlich in die Hose gegangen, Gott sei Dank sind junge Pflanzen sehr energiereich. Ich wollte den Stamm einer Eiche "zurechtbiegen" und drahten, mit der Folge, daß ich wohl die Leitungsbahnen abgequetscht habe (Anfängerfehler, ich weiß). Der ganze Stamm ist daraufhin trocken geworden, vielleicht hat das Wetter auch eine Rolle gespielt. Glücklicherweise, treibt er neu aus der Wurzel aus, ich habe erst gar nicht meinen Augen getraut. Ich habe mir jetzt versprochen "sanfter" damit umzugehen und früher, an dem jüngeren Trieb vorsichtig zu biegen.
Aber, das Thema war Wundverschluß und auch Du konntest mir keine befriedigende Antwort geben, also Frage ich nochmal:

Was bringen diese allseits gepriesenen Wundermittel, daß manche sie sogar auf die Wurzeln kleistern?! Ich bitte euch, auf die Wurzeln! Da kann ich mir gleich Wachs in die Nase popeln und hoffen, daß ich nicht ersticke! (Ja, man kann auch durch den Mund atmen!)
Sie schützen nicht vor Schädlingsbefall, sondern sie schützen den Schädling! Daß in LacBalsam ein Funghizid ist ändert da auch nichts dran, das wirkt doch gar nicht lang genug! Das einzige was bleibt, ist ein Nest, in dem sich der Schädling richtig geil wohl fühlt!

So, das war's für heute!


Holger

P.S.: Für alle Verwirrten: Glaubt nicht alles, was auf Verpackungen steht!
Raphael
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... ja, ja, der Herr Stahl

Beitrag von Raphael »

Hallo,

ja, der Herr Stahl hat so manches geschrieben, auch wenn z.B. Thomas mir das nicht glaubt. Im übrigen hat auch Herr Stahl das Stammritzen und Stammabbinden propagiert ... jau, hat er.

Was in der Knete 'drin ist, kannst Du zwei 'drüber nachlesen und mit dem "Schnippseln" warst nicht Du gemeint, Holger, sonder der Klingonenzüchter.

Ich denke schon, daß es sich lohnt, bei kranken und auch abgestorbenen Bäumen genau hinzusehen. Im Grunde lohnt sich eine "Autopsie" schon allein deshalb, weil ich dann genau weiß, was den Baum gekillt hat.

Ich bin weit entfernt davon, aus dem Thema ein rein wissenschaftliches zu machen, dazu habe ich mich zu sehr mit dem gedanklichen Überbau beschäftigt. Aber ich denke, die alten Meister wären vor 300 Jahren froh gewesen, wenn sie 'mal mit dem Mikroskop hätten nachschauen können.

Und da sollte man auch 'mal andere Wege als die ausgetretenen gehen, solange es der sache selbst zuträglich ist.

In diesem Sinne - eine gute Nacht

Raphael :D
Holger
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Beitrag von Holger »

Wie gesagt, ich sehe es genauso wie Du.

Allerdings ist beim Wundverschluß gerade das Problem, daß das Mittel keine Verbindung mit dem Baum eingeht. Deine Baumautopsie finde ich sehr gut, endlich mal einer, der was von Baumbiologie verstanden hat und sich nicht nur auf die alten Japaner verlässt.

So, jetzt mache ich aber auch Schluß für heute, zuviel Sekt und Morgen zuviel Arbeit, aber vielleicht regnet es ja...

@ Helmut: Wäre ganz nett, wenn Du Dich da mal schlau machen könntest...

@ alle anderen: Gute Nacht, ich bin müde, mein Heuschnupfen bringt mich um und es sieht nach Gewitter aus...


Take care for your trees...


Holger
Sid79
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Beitrag von Sid79 »

War etwas vorschnell und habe die Preisetiketten der beiden Wundpasten (aus dem Onlineshop) entfernt. Eine ist ja für Nadelbäume, eine für Laubbäume. Unterscheiden sich für mich nur im Deckel (grün oder weiß). Welche ist für welche Art von Bäumen? Danke schon mal für eure Hilfe.
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Beitrag von Sid79 »

Man, bei sowas könnte ich echt den Hals bekommen.

Meine Freundin hat mich vor gut 2 Wochen mit einer Goldlärche überrascht. Das entsprechende Geschäft bezieht die Bäume aus Heidelberg. Und da das Geschäft die Bäume erst vor kurzem bekommen hat, stellt sich für mich - wenn auch als Laie - die Frage, ob die Leute vom Drahten Ahnung haben. Die Narben sind deutlich zu sehen, damit wird man wohl leben müssen. Und eigentlich hätte man den Draht schon viel eher entfernen bzw. den Bonsai neu verdrahten müssen. Sicherlich hätte man beim Kauf drauf achten sollen, naja, hab damit jetzt ein neues Sorgenkind.

Um halbwegs zum Thema zu kommen:

Die Narben sind an manchen Stellen relativ "frisch", würdet ihr da einen Wundverschluß empfehlen oder bringt das nichts, da die entsprechenden Stellen ja schon länger frei liegen? In diesem Zusammenhang müßte ich noch wissen, welches der richtige Wundverschluß für Laubbäume ist . :wink:
Sid79
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Beitrag von Sid79 »

So, das mit den Dosen hat sich geklärt.
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo Sid79,
wie Du den bisherigen Diskussionen hier entnehmen konntest,
sind einige ja der Meinung, man braucht überhaupt keinen Wundverschluß.
Ich absolut nicht.
Deinem Beitrag entnehme ich, daß Du schon Verschlußpaste erworben hast und ich denke, daß Du damit eine gute Wahl getroffen hast.
Verschlußmittel müssen die Eigenschaft haben, die Wunde dicht zu verschließen, sollten aber auch wieder zu entfernen sein bzw. von selbst abfallen wenn die Wunde zu ist wegen der Optik. Solche Mittel wie LacBalsam fallen damit schon mal aus, obwohl sie für andere Zwecke (Obstbau usw.) sehr gut sind. Ansonsten gibt es auch Alternativen wie
Isolationsdichtmasse, Vaseline, Holzleim.
Folgenden Beitrag kann ich Dir empfehlen (Letzter Beitrag MartinS)
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?t=714
Sid79
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Beitrag von Sid79 »

Thx für die Info, werd mir den Beitrag zu einer besseren Stunde mal durchlesen. Hatte bei der letzten Bestellung jeweils eine Wundpaste für Nadel- und Laubbäume mitbestellt. Von der Anwendung ist es sehr einfach, bin doch sehr zuversichtlich, dass ich mich für das richtige Produkt entschieden habe, auch wenn der Preis etwas hoch ist. Jeder hat da wohl seine eigenen Mittelchen.
Holger
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Beitrag von Holger »

Falsch!, lieber Thomas!

LacBalsam und ähnliche Mittel wie dieses sind Scheiße und waren Scheiße, ob im Obstbau, Bonsai oder sonstigem. Es geht keine Verbindung mit der Wunde ein und somit bildet man einen wunderschönen Nistplatz für Schädlinge, weil ja keine Luft dran kommt und das ganze immer schön feucht ist! Zum Thema Funghizid in LacBalsam: Wenn da tatsächlich so ein gutes Funghizid drin wäre, das den Pilz wirklich abtötet, dann viel Spaß bei der Anwendung! wie lange wird man eigentlich noch dieses Ammenmärchen glauben?


Holger
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Holger, Holger,
immer wieder diese Obstbauweißheiten...
Übrigens zu Stahl und Stammeinritzen.
Ich habe das bei einer Eiche probiert (sollte man sowieso nur bei Arten mit rissiger Rinde machen wo es nachträglich nicht optisch auffällt) und es
funktioniert gut. Man erzielt eine deutliche Stammverdickung.
Der Vergleich mit der Pulsader hinkt, den die schneidet man quer in dem Fall längs. Der Vitalität meines Baumes hat es nicht geschadet, im Gegenteil. Auch das mit dem Abbinden klappt. Es eignet sich für leichte Korrekturen in der Stammdicke bei Baumen die keine ausgeprägte Borke haben, z. B. Ahorn, alles schon ausprobiert.
Holger
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Beitrag von Holger »

Hast Du schon in den Baum reingeguckt? Nein? Dann lass ddoch die Vermutungen, auch wenn's deinem Baum äußerlich gut geht! Fakt ist, daß ein Anritzen den Baum unnötig verletzt, wo wir wieder beim Thema Stress wären und außerdem ist das ganze dann wieder prima für die lieben Pilze!!! Woher willst Du wissen, daß Deine Eiche nicht von innen langsam vor sich hinfault oder sie doch einen Schaden erlitten hat, der erst sehr langsam zu Tage treten wird. Aber wahrscheinlich nicht, denn Bäume können eine Menge aushalten. Ich habe auch schon Eisenstangen gesehen, die ein Baum umwallt hatte, die Frage ist, ob sowas nötig ist (Abbinden und Anritzen).

Holger

P.S.: Ich würde die Pulsadern längs aufritzen, so gut wie keine Chance, quer kann man viel zu gut flicken...
LIEBE KINDER!!!BITTE NICHT NACHMACHEN; SOWAS IST TÖDLICH!!!!!
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