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BeitragVerfasst: 22.10.2020, 22:51 
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hallo

Ich habe eine Kastanie bekommen von einem älteren Ehepaar die denn Baum selber nur geschenkt bekommen haben, nun musste er weichen da zu groß und schwer, und der versuch den Baum in eine kleinere Schalle zu bekommen war auch nicht wirklich erfolgreich oder ?! nun stand der baum einige zeit mehr oder minder unberührt , mein Plan ist denn Wurzelballen zurück zu schneiden ,und jetzt einen rückschnitt der Äste zu machen wenn die Temperaturen noch weiter absinken um einen Pilzbefall zu Minimieren , ich sehe jetzt schon ziemlich dicke wurzeln der topf ist total verwurzelt kann man die wurzeln vor den Winter schneiden ? wenn ich denn baum danach halb Wegs frostsicher einpacke, oder lieber im Frühjahr ich muss dazu sagen ich kann dem baum nicht viel schatten Anbieten im nächsten Jahr.


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BeitragVerfasst: 24.10.2020, 21:25 
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Registriert: 21.05.2004, 22:00
Beiträge: 9151
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Hallo und willkomen im Forum!
Das ist schon ein mächtiges Teil, aber leider eben über Jahre nicht konsequent bzw. überhaupt nicht bearbeitet.
Und die Kastanie ist so ein Baum , wo man immer hinterher sein muss, sonst wächst der aus der Form. Das trifft auch für die Wurzeln zu. Bei dem muss man alle zwei drei Jahre Wurzeschnitt machen und das Gefäß nicht zu groß wählen , sonst wirds schwierig das wieder ins Lot zu bekommen.

Nun hast Du leider nicht dazu geschrieben, welche Erfahrungen Du in Sachen Bonsai hast, denn das Teil wieder in die Spur zu bekommen , ist eine Herausforderung.
Die Überlangen Äste kann man schon mal einkürzen, dh. in den meisten Fällen auf die erste stamnahe Verzweigung zurücksetzen.
Das mit dem Pilzbefall habe ich nicht verstanden.
Da man ja vorm Einwintern die obligatorische Winterdesinfektion macht, sind Pilze eigentlich im Winterquartier kein Thema. Umtopfen würde ich im zeitigen Frühjahr machen. Zeitiges Frühjahr ist bei den aktuellen Winterverhaltnissen natürlich variabel, also sagen wir so Ende Januar bis Ende Februar.
Die Erde (von Bonsaisubstrat sieht man nix) wird man wohl mit dem Schlauch oder Kärcher abspühlen müssen.
In jedem Falle muss die ganze Mumpe komplett ab. Dann wird es schwierig, denn einfach schnapp und ab, kann man mit den Wurzeln auch nicht verfahren, denn die Kastanie hat keine Faserwurzeln wie andere Arten und die Wurzelspitzen sind die wichtigen zu erhaltenen Teile.
Der Rückschnitt wird auch schwierig, denn mehrere fette Äste haben schon eine Negativverjüngung, es gibt Astquirle, die man auflösen muss und Stammknubbel, die man am besten ganz entfernen müsste.
Große Wunden sollte es aber auch nicht geben, denn die heilen bei Kastanien auch nicht gut zu und werden nicht selten zum Problem.
Wie gesagt, eine Herausforderung auch für den erfahrenen Bonsaianer!

_________________
Viele Grüße
Thomas

Bonsai-Wandkalender 2021
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Mitteldeutscher Bonsai Regionalverband e.V.


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BeitragVerfasst: 26.10.2020, 21:54 
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neu im BONSAI ART Forum

Registriert: 12.10.2020, 20:05
Beiträge: 4
Danke für die erste Hilfestellung ,meine Erfahrung in Sachen Bonsai beruht auf nachlesen,Foren und versuch und Irrtum ,bin mir selber nicht im klaren wie ernsthaft ich die Sache betreiben soll da die bäume meist auf mich zukommen so wie dieses Monster da was mich nur 60 euro gekostet hat ich hätte den baum auch gratis bekommen, gelesen habe ich das man Kastanien wenn man sie schon schneiden muss das lieber bei Temperaturen um die 4 grad machen sollte um einen Pilzbefall entgegenzuwirken nun das kling für mich plausibel ? aber für eine frage finde ich meist 50 verschiedene antworten :mrgreen: auch hier. (Zeitiges Frühjahr ist bei den aktuellen Winter Verhältnissen)ich hoffe es dringend ,da der baum zu zeit in der schweiz lebt . ich denke ich werde sehen wie viele wurzeln ich wegschneiden kann welche sollte ich stehenlassen bevorzugen die dicken oder die dünnen wurzelstränge , da ich dazu auch unterschiedliches gelesen und gesehen habe (YouTube) .


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BeitragVerfasst: 27.10.2020, 06:08 
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Registriert: 21.05.2004, 22:00
Beiträge: 9151
Wohnort: Pirna
Hallo nochmal!
Also erst einmal ist das natürlich ein sehr außergewöhnlicher Baum. Von solchen Kastanien wirst Du nicht viel finden.
Er ist es also wert, dass man sich da evtl. bischen mehr reinhängt.
Auf der anderen Seite wirst Du wohl kaum jemanden finden, der so ein Teil schon mal saniert hätte.
Ich bin auch kein Kastanienspezialist und wenn ich so ein Teil hätte, würde ich evtl. auch erst mal jemanden konsultieren, von dem ich weiß, dass er paar anstandige Exemplare rumstehen hat.
Das ist für jemanden, der die Szene nicht kent, schwierig.
Das Internet als Infoquelle und Ratgeber ist selbst für Basisinformationen der allerschlechteste Ratgeber.
90% aller You Tube Videos kommen von Leuten, die so schlau sind wie ich und Du.
Es reden da sprichwörtlich Blinde über Farben. Von den inszwischen wohl über 30 zertifizierten Bonsailehrern in Deutschland wirst Du da auch nicht eines finden. Nach Namen wie Busch, Kastner, Münchenbach und Przybylski wirst Du da vergeblich suchen. Es gibt da eine Handvoll meist englischsprachiger Kanäle, aber die herauszufinden ist für einen Einsteiger bei der Fülle der Kanäle fast unmöglich. Oft wird da auch nur angefüttert, die wichtigen Infos kommen dann auf entsprechend kostenpflichtigen Angeboten.
Foren und Gruppen wie hier können über die Anfangsklippen helfen, viel mehr aber auch nicht.
Auch nach 25 Jahren Bonsai und zig Seminaren und Workshops bin ich in vielen Dingen noch Lernender.
Bonsai ist nunmal eine Kunst oder auch Wissenschaft und auch ein Handwerk , wenn man das nur so nebenbei macht ohne laufenden fachlichen Input und ohne die handwerkliche Fähigkeiten mal irgendwie zu lernen oder sich anzueignen, kommt dann eben nur ein bischen Bonsai raus oder der Baum sieht dann nach 30 Jahren in Pflege so aus wie der hier.
Die Basis ist immer noch ein gutes Einsteigerbuch (Autoren Kastner oder Busch). Das sollte man sich schon mal komplett reinziehen. Im weiteren ist dann Wissen aus erster Hand, also durch Experten vor Ort oder der Umgebung eigentlich durch nichts zu ersetzen.
Was die Sache jetzt wieder kompliziert macht, auch wenn Du mit diesem Baum zu 5 Experten gehst, wirst Du evtl. 5 verscheidene Antworten bekommen. Es gibt halt nicht den einen Königsweg.
Die gute Nachricht. Vergiss irgendwelche Sachen Geschichten von Pilzen und so.
Wenn wirklich Schäden durch Pilze auftreten, dann kann das zu jeder Zeit passieren, meist passiert gar nix, denn die Bäume tolerieren viel. Egal wann, wo und wieviel Du an dem Baum irgendwas abschneidest, er wird wieder munter austreiben. Heikel ist natürlich bei Kastanie der Wurzelbereich und man sollte ihn auch frostfrei überwintern, denn die fleischigen Wurzeln sind frostempfindlich.
Das wichtigste, der Baum läuft Dir nicht weg. Du musst keine übereilten oder drastischen Schritte machen.
Vielleicht ist es sogar besser, hier in kleineren Schritten vorzugehen.
Die langen unverzweigten Äste würde ich aber schon jetzt zurücknehmen, aber vielleicht nicht so radikal, sodass an jedem Zweig noch ein zwei Knospenpaare stehenbleiben.
Zum Früjahr hin könne sich da schon neue stammnähere Knospen bilden und Du kannst dann ggf. nach mal nachschneiden. Umtopfen würde ich in jedem Fall im Spätwinter/Vorfrühling. Das kann bei den jetzigen Wintern schon im Januar sein.
Wie schon geschrieben muss die alte Erde komplett entfernt werden. Das wurde evtl. noch nie richtig gemacht und manuell mit Wurzelkarlle oder so, wirst Du nicht weit kommen, besser ist das Schlauch und Düse.
Je nach Umfang des Wurzelballens würde ich da esrt mal Übersicht reinbringen, also eher ausfilzen/auskämmen als abschneiden. Alle vom Stammboden ausgehenden Wurzeln schneidet man allerdings als erstes komplett weg, überlange kürzt man ein. Es müss aber ein Gutteil Wurzelspitzen unversehrt bleiben.
Das Ganze setzt man dann in ein Pflanzgefäß , was den verbeibenden Wurzelballen gerade aufnehmen kann, also im Durchmesser nicht wesentlich größer als das jetzige nur mit höherem Rand. Das muss keine teure Bonsaischale sein, denn es wäre evtl. nur für zwei drei Jahre.
Und dann schaust Du halt, wie er sich entwickelt. Wichtig ist, den Baum regelmäßig zu verschneiden. Auch Blattschnitt und Ausbrechen der Spitzenknospen ist bei Kastanie regelmäßig angebracht, sicher aber erst im zweiten Jahr nach dem Umtopfen. Da muss man erst mal sehen , wie der Baum sich macht.
Bei diesem Vorgehen kann man in jedem Falle wenig falsch machen.
Eine Anleitung zum Umtopfen findest Du übrigens unten in den Fachbeiträgen.

_________________
Viele Grüße
Thomas

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Mitteldeutscher Bonsai Regionalverband e.V.


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BeitragVerfasst: 01.11.2020, 13:37 
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Registriert: 12.10.2020, 20:05
Beiträge: 4
also ich habe mich jetzt durch den Substrat welt gekämpft 5 Händler angefragt 5 unterschiedliche antworten also habe ich das sinnvollste Angebot gekauft und noch was zu lesen Castanea sativa
ph-Wert:
neutral bis sauer

Der pH-Wert (Potentia hydrogenii) gibt den Säuregrad des Bodens an. Der Wert kann mittels elektronischer Geräte bestimmt werden oder mit Indikatorpapier. Die Skala der Messwerte beginnt bei pH = 1,0 und geht bis pH = 15,0. Als neutral werden Werte um pH 7,0 bewertet. Ist der Wert kleiner 7,0 spricht man von saurem pH-Wert, oberhalb der 7,0 von alkalischem Bereich. Schwach sauer geht bis etwa 5,0 darunter spricht man von stark sauer. Schwach alkalisch reicht an 8,0 heran, danach kommt der stark alkalische Bereich. Bäume bevorzugen im allgemeinen einen pH-Wert zwischen schwach Sauer und schwach alkalisch. Ein normaler Gartenboden hat einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5, ist also eher schwach sauer bis neutral, was durch den Regen kommt der normalerweise einen pH-Wert von 5,4 - 5,8 hat. Der pH-Wert beeinflusst die Verfügbarkeit der Nährstoffe und die Aufnahmefähigkeit der Wurzeln.
Ich hoffe die Informationen sind OK für Sie? ÄMMM JA :lol: :lol:


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BeitragVerfasst: 03.11.2020, 03:47 
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Hallo,
unten im Fachbereich steht beim Thema Umtopfen und auch bei Erstbehandlung auch was zu Substraten.
Bei allen Arten mit Ausnahme von Azaleen (Moorbeetpflanzen, sauer) liegt man im leicht basischen Bereich immer richtig. Sauer werden die Substrate meist von allein, sodass man mitunter sogar aufkalken muss.
Standardsubstrat, also Akadama pur oder Mischungen (Blähschiefer oder -ton, Lava, Bims, Kokos) bewegen sich im leicht basichen Bereich. Die meisten Arten , auch die Kastanine, haben einen ziemlich großen Toleranzbereich.
Da braucht man kein großes Brimborium drum machen. Da geht jede Standard-Hausmischung vom Händler oder man mischt selbst. Bei mir bekommen Laubbäume als Standard Blahschiefer (4mm), Kokoserde, 2:1 oder auch 1:1 bei kleinen flachen Schalen (mehr Kokos für besseres Wasserspeichervermögen).
Bei Akadama muss an beachten, dass es bei Frost zerbröselt. Das Substrat bleit alo nicht ange stabil, da sollte man öfter umtopfen. Kann man nehmen , muss man nicht. Warum nehmen es die Japaner? weil sie es in Massen vor der Haustür haben. Warum wird es hier tw. auch empfohlen? Weil es die Japaner nehmen? So einfach ist das, Logik oder eine Zusatznutzen steckt da nicht dahinter.
Wichtig ist gute Dranage, gerade bei größeren Gefäßen. Da sollte man im Gefäßboden dann auch entweder eine Dranageschicht einbringen (z.B. Blähschiefer oder Lava pur) oder eine großere Körnung verwenden.
Wichtiger ist dann auch das richtige Eintopfen , insbesondere auch die Baumfixierung.
Steht alles unten im Fachbereich. Diesen und anderem Empfehlungen as unserem Fachbereich sind als Empfehlungen praxisgetestet, die kannst Du also so auch übernehmen.

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Viele Grüße
Thomas

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