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Rettung einer alten Rotbuche
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Autor:  Most [ 18.11.2020, 22:21 ]
Betreff des Beitrags:  Rettung einer alten Rotbuche

Hallo und schönen guten Abend,

ich konnte vor wenigen Tagen nahe einer Baustelle eine Rotbuche ca, 45 cm hoch mit ca. 10 cm Stammdurchmesser "retten". Bilder würde ich die kommenden Tage noch nachliefern. Das Wort "retten" steht hier in Anführungszeichen, da sie keinerlei Feinwurzeln mehr besitzt, die letzten Wurzelausläufer sind alle ca. 15 cm lang und 2 cm dick. Hab den Baum jetzt daheim in gutem Substrat, nich nass aber feucht in eine Obstkiste gepflanzt und ins Kalthaus gestellt. Ich hab persönlich noch Hoffnung, da der Baum momentan in seiner Ruhephase ist und an sich doch recht kräftig wirkt.
Hatte angedacht ihn ab Mitte Januar (je nach Wetter natürlich) für 2 oder 3 Monate alle 2 Wochen mit Weidenwasser zu gießen um die Bewurzelung künstlich anzuregen. Zudem würde ich schauen, dass er nicht zu viel Energie in eine Vielzahl von Knospen stecken muss und würd hier noch welche zurück nehmen.
Hat von euch jemand Erfahrung mit solchen doch eher Extrem-Umpflanzungen?

Autor:  Thomas [ 20.11.2020, 17:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rettung einer alten Rotbuche

Hallo,
im Herbst , wenn der schon seine Blätter verloren hat, sit das kein Problem.
Auch Buchenheckenpflanzen werden in den Baumschulen als sogenannnte wurzelnackte Ware (ohne Subsstrat mit nackten Wurzeln als Bundware) verkauft.
Ob nun Weidenwasser oder normales Wasser ist egal, Hauptsache der trocknet nicht aus. Da muss man insbesondere im Spätwinter aufpassen, denn da saugt der Baum sich schon voll unmittelbar bevor die Knospen anfangen zu schwellen.
Grob zurückschneiden kann man schon, aber das mit den Knospen habe ich nicht ganz verstanden.
Wenn Du die Knospen wegschneidest muss er ja noch mehr Kraft aufwenden , um neue zu bilden.
Das macht er erst mal mit den eingelagerten Zuckerreserven und logischerweise steht dann weniger fürs Wurzelwachstum zur Verfügung. Sind die Reserven aufgebraucht , braucht er schnell möglichst viel Grün, denn daher kommt ja die Energie oder Kraft, wie Du schreibst, u.a. für das Wurzelwachstum.

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