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Palmatum
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Seite 2 von 2

Autor:  BernhardW [ 16.11.2017, 21:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Hey Chriss,
danke für die Vorschläge! Ich denke auch, dass es in die richtung des ersten virtuals geht. Allerdings, sind baum und fotos vom baum zweierlei ;) Beispielsweise gibt es in den unteren 2/3 lediglich 4 Äste die seitenlich wachsen der Rest zeigt vorallem nach hinten bzw vorne....

Autor:  Thomas [ 17.11.2017, 11:32 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Den scheinbar geraden Ast links löst man auf, indem man die Äste daran nicht auf eine Ebene drahtet, sondern nach oben bzw. unten.
Es lohnt sich, mal auf Ausstellung Aufbau und Struktur markanter Aste an guten Bäumen im Detail anzuschauen.
Die Herbstausstellung in Frankreich vor Kurzem, wo die Laubbäume fast alle blattlos gezeigt wurden, sind da natürlich ideal.
Auch diese zum Teil preisgekrönten Bäume sind im Detail nicht immer perfekt.
Wenn das Gesamtbild etwa durch eine phänomenale Verweigung beeindruckt, gehen solche kleine "Schwächen" total unter.

Das Virtual von Chris trifft es schon ganz gut, wobei ich bei einem Laubbaum die Äste nicht
ganz so extrem runterdrahten würde.

Autor:  roro [ 17.11.2017, 23:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Hallo Thomas,

ich dopple sogar noch nach: gerade weil solche Bäume nicht ganz perfekt sind, wirken sie sehr charismatisch und geben vor ein Baum aus der freien Natur zu sein.
Stichwort: Wabi-sabi.. Die Kunst des Unperfekten.

Die Japaner sind Meister darin.

Autor:  Thomas [ 18.11.2017, 03:21 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Da brauch man nicht erst Japan bemühen, denn der Spruch, "Aus der Not eine Tugend machen.", ist prinzipiell nicht Anderes.
Und es ist halt auch eine Kunst, das hinzubekommen und die Grenze von Perfektion zu "Dem-Auge-Wehtun" sind fleißend.

Autor:  BernhardW [ 20.11.2017, 12:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Wie wärs damit?

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Autor:  Thomas [ 22.11.2017, 12:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

So in etwa , wenn oben noch ein Teil der Spitze zuruckgenommen wir, damit die Verjüngung stimmt.

Autor:  BernhardW [ 22.11.2017, 23:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Zumindest, ein realistisches ziel, allerdings muss rechts unten ein Ast her, wo noch keiner ist. Den mittleren nach unten zu verpfropfen wird mir vermutlich nicht gelingen,... vielleicht ablaktieren,...beides noch nie versucht. Aber vielleicht wächst ja auch von selbst was ;)

Die wichtigeren Eingriffe seh ich aber vorerst woanders.
Was mich eher beschäftigt ist die große Wunde in Kombination mit dem anstehenden Umtopfen.
Der Plan wär ja die wunde im Frühjahr zu behandeln und den Baum nächstes Jahr dann durchtreiben zu lassen um die Heilung zu beschleunigen.
Laut Herrn Tanaka sollte der Baum aber im Frühjahr auch incl. Wurzelschnitt in eine schale. Wofür, denk ich, auch der schon ziemlich feste Ballen spricht.

Auch nicht ideal, find ich im Übrigen die durch den Kallus verursachte negative Verjüngung direkt über dem nebari,...wenn man da noch was machen kann, dann wär das vielleicht auch gleich zu tun.

Fragen über Fragen,...aber bisschen zeit bis zum Frühjahr ist jetzt
Im neuen Jahr steht dann der erste Workshop an, bin nur noch nicht sicher wo. Linda wär zwar 7std fahrt, aber machbar. Vielleicht gibt's rund um München was?

Autor:  Thomas [ 23.11.2017, 03:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Alles auf einmal wird natürlich nicht gehen.
Dser Ast links durfte nicht das Problem sein.
Den sehe ich aber sicher nicht an der Innenseite der Windung.
Da will man eigentlich keinen Ast, sondern eher weiter nach hinten.
Ich würde Bohrpfropfen vorziehen , das klappt zu 100%. Da kann ich Dir mal ein Film schicken.
Fürs ablaktieren brauchst Du eine zweite Jungpflanze und das ist für einen Seitenast komplizierter.
Beim Bohrpfropfen kann man gleich durch das Todholz der Wunde bohren und macht keine zudätzliche Narbe.
Dazu brauchst Du also äber einen langen Ast, der idealerweise von einem der Unteren Äste kommt.
Den musst Du aber erst einmal wachsen lassen und wirst das Ganze aufs übernächste Frühjahr verschieben müssen.
Die Wunde bekommst Du gut zu, wenn man dier mit Schnellzement verfüllt und die Raänder anritzt.
Mit Aluklebefolie straff und dicht drüber schaffst Du ein günstiges Mikroklima und die Narbenwukst bleint flach und glatt. Ich habe auf die Weise schon größere Wunden zu bekommen.
Du musst natürlich einen Plan machen, was und in welcher Reihenfolge Du das angehst.
An der Wunde kann man immer arbeiten auch nach dem Umtopfen.

Autor:  BernhardW [ 23.11.2017, 15:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Sry. hab mich falsch ausgedrückt,...meinte nicht den allerersten Ast rechts. Der ist Teil eines Astes auf der Rückseite und den gibt' zumindest im Ansatz bereits.
Was ich meinte, war der Ast darüber. Der, der mal zum Ni-no-eda werden soll sozusagen,...

Dann würd ich sagen im Frühjahr erst mal umtopfen und schauen wie er sich übers Jahr so macht...dis Äste, die ohnehin wegfallen, werd ich dann wohl am besten heuer noch entfernen, was meint ihr?

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Autor:  BernhardW [ 24.04.2018, 10:26 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Hab mich jetzt doch, nicht zuletzt um die große Wunde zu verstecken, für eine andere Vorderseite entschieden. Das topfen hat er scheinbar ganz gut überstanden. In seiner ersten Schale steht er nun ein wenig nach vorne geneigt und soll insgesamt den Eindruck eines Baumes, der auf einem leichten Abhang wächst vermitteln - und in natura tut er das jetzt eigentlich auch :) Asttechnisch wird, bis auf die Ansätze der beiden untersten Äste nicht viel bleiben, bis zum Herbst darf er aber heuer erst mal durchtreiben.

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Autor:  Thomas [ 28.04.2018, 02:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Die neue Vorderseite gefällt mir nicht wirlich. Der Baum wendet sich ab vom Betrachter und der erste Ast, der suboptimal rechtwinklig aus dem Stamm kommt, wird noch dominierender.

Autor:  BernhardW [ 29.04.2018, 15:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Abwarten! Der Stefan Steininger, seines Zeichens Scoula d'Arte Absolvent, und ich, haben uns schon etwas dabei gedacht. Um das nachvollziehen zu können, muss man den Baum aber vermutlich in natura sehen. Fotos können einfach kaum wiedergeben, wie ein Baum live aussieht. Um, in vielleicht 10 Jahren, annähernd dort hin zu kommen, wo wir mal hin möchten, ist vorerst aber vor allem Vitalität gefragt und das haben wir, denke ich, gut hinbekommen. Der Baum explodiert gerade zu :)

Autor:  Thomas [ 01.05.2018, 14:39 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Palmatum

Zitat:
Abwarten! Der Stefan Steininger, seines Zeichens Scoula d'Arte Absolvent, und ich, haben uns schon etwas dabei gedacht.
Scoula d´Arte Absolvent , ja sowas können wir nicht vorweisen!!! :oops:
Schau mer mal !

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