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 Betreff des Beitrags: Lärche als Fukinagashi
BeitragVerfasst: 29.05.2017, 13:50 
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neu im BONSAI ART Forum

Registriert: 27.05.2017, 16:00
Beiträge: 4
Hallo zusammen,

ich beschäftige mich schon einige Zeit mit Bonsai, habe mich dazu aber nie in einem Forum angemeldet.
Nun habe ich eine Lärche in meinen Bestand übernommen, wo ich nun aber nicht mehr so richtig weiter weiß.
Deshalb bin ich nun hier...und möchte hier auch über die nächsten Jahre die Geschichte dieser Lärche weitererzählen.

Kurz zu mir:
Florian
30 Jahre alt
:D

Die Lärche ist ~20-25 Jahre alt und stand bis letzte Woche in einem flachen Plastikgefäß mit zwei Tannen (wurde auch nie umgetopft o.ä.), wo ich sie jetzt übernommen habe.
Leider waren die Pflanzen teilweise so miteinander verwurzelt, dass ich am Ende doch recht Rabiat die Wurzeln abschneiden musste.
Ich habe sie nun ersteinmal in eine Schale verpflanzt.
Bild

Nun stellt sich mir gerade die Frage, welche Gestaltungsform und wie weit ich die Pflanze zurückschneiden soll.
Leider hat sie, aufgrund der engen "Partnerschaft" mit den Tannen, hauptsächlich dicke Äste in eine Richtung entwickelt.
Aufgrund dessen, kam mir die Idee eines Fukinagashi, in dieser Art:
Bild

Meinungen? Hier bin ich auch gerne für andere Gestaltungsformen offen weil die wingepetischte Form nicht zu meinen Favoriten gehört ;)


Beim Schneiden bin ich mir sehr unsicher, wie weit ich zurückschneiden soll...anbei ein paar Vorschläge, mit der Bitte um eine Rückmeldung von den Experten.
Bevor ich mich um die einzelnen Äste kümmere (die auch massiv zurückgeschnitten werden müssen), möchte ich gerne zuerst Baumhöhe angehen...Was meint ihr, wäre ein vertretbarer Rückschnitt bei diesem Baum?
Bild
Bild


Über eure Rückmeldungen wäre ich sehr dankbar.

Grüße,
Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: Lärche als Fukinagashi
BeitragVerfasst: 29.05.2017, 19:14 
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Forum Benutzer

Registriert: 08.10.2010, 22:05
Beiträge: 89
Hallo

Wilkommen im Forum.

Deine Lärche ist ein schönes Projekt, Schneiden würde ich Ihn bei der hellblauen Markierung oder einem Zweig höher und aus dem darunterliegendem Zweig würde ich eine neue Spitze formen.
Ich orientiere mich an der Natur und da hat die Lärche einen leicht durchhängenden Astaufbau. Was schwierig wird ist eine Rückknospung in die dickeren unteren Äste.

Maik


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 Betreff des Beitrags: Re: Lärche als Fukinagashi
BeitragVerfasst: 30.05.2017, 01:01 
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Registriert: 21.05.2004, 22:00
Beiträge: 8674
Wohnort: Pirna
Hallo,
vorab halte ich windgepeitscht als Frevel bei dem guten Material.
Windgepeitscht wird immer ins Spiel gebracht, wenn ein m nichts mehr einfällt.
Richtig gut gemachte Exemplare habe ich erst einen oder zwei je gesehen.

Am Anfang steht immer die Analyse.
Der beste Teil ist unten und das ist schon mal gut.
Da ist ein schönes breites Nebari, Borke und eine schöne Stammverjüngung im ersten Abschnitt.
Nach dem ersten dickeren Ast wird es weniger toll, keine Verjüngung, kerzengerader Stamm, nichts was erwähnenswert wär.
Daraus kann man sich eigentlich schon selbst herleiten, wie der Plan aussehen kann.

Irgendwo knapp über denn dicken Ästen sollte gekappt werden bei einem passenden Ast als Stamm Fortsetzung.

Mutig wäre, einen der dicken Äste unten als Stamm Verlängerung zun wählen.
Das würde ich sogar faforisieren.

_________________
Viele Grüße
Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Lärche als Fukinagashi
BeitragVerfasst: 30.05.2017, 22:26 
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neu im BONSAI ART Forum

Registriert: 27.05.2017, 16:00
Beiträge: 4
Danke für eure Rückmeldung.

Ich bin auch eher ein Freund davon, eher etwas mehr zurückzuschneiden... Je länger ich darüber nachdenken, desto eher könnte man auch den oberen der zwei dicken Äste als neue Spitze verwenden... Ist halt schon ein sehr drastischer Rückschnitt... Mal drüber schlafen...

Was mir noch ein bisschen abgeht, ist die Vorstellung, wie der Baum später aussehen könnte... Vorallem in welche Stilrichtung es gehen soll.
Ich mache die Tage nochmal bessere Bilder...

Treibt eine Lärche auch aus Hartholz wieder zuverlässig aus?
Das müsste ich auf jedenfall bei der Gestaltung berücksichtigen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lärche als Fukinagashi
BeitragVerfasst: 01.06.2017, 04:43 
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Registriert: 21.05.2004, 22:00
Beiträge: 8674
Wohnort: Pirna
Zitat:
Je länger ich darüber nachdenken, desto eher könnte man auch den oberen der zwei dicken Äste als neue Spitze verwenden...
Du meinst aber jetzt nicht die ganz oben.
Was soll das den dann werden?

Für die Vorstellung ist es sinnvoll man eine Zeichnung/ Virtual zu machen bzw. mal in paar Bildergalerien Lärchen anszuschauen (z.B. Walter Pall) , ob sich was vergleichbares findet.

Eine Lärdche treibt auch aus alten Holz , aber nicht automatisch-

Ih habe mal auf die Schenelle ein Virtual gemacht.
Dabei habe ich die absolute Höhe mal rausgenommen, in dem ich das Endegebnis auf eine Größe gebracht habe.
Faszit , ein absolut kleinerer Baum kann deutlich älter wirken.
In Deiner "mutlosen" hohen Variante ist der Baum zwar doppelt so hoch, wirkt aber wie ein junger Baum, wenn man die Augen zukneift und die Borke nicht sieht sogar wie eine Jungpflanze.
Mitte wäre wie "man" es normalerweise machen würde.
Ergebnis, ein normaler Baum.
Wer will einen normalen Baum als Bonsai?
Links die Variante für Mutige. Sicher der längere Weg , aber im Ergebnis mit einem unverwechselbarem Baum mit
eigenem Charakter.
Darüber die Schnitte in Grün.


Dateianhänge:
Larixtp.jpg
Larixtp.jpg [ 119.15 KiB | 404 mal betrachtet ]
Larixvit Kopie.jpg
Larixvit Kopie.jpg [ 359.51 KiB | 404 mal betrachtet ]

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Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Lärche als Fukinagashi
BeitragVerfasst: 01.06.2017, 20:26 
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neu im BONSAI ART Forum

Registriert: 27.05.2017, 16:00
Beiträge: 4
Hi Thomas,

danke für deine Vorschläge. Ich finde Variante 1 und 2 beide recht interessant.
Mit den zwei Ästen waren die beiden dicken gemeint, die auf den folgenden Bildern nun fast ganz oben sind (Rückseite ...Bild2)....
inzwischen bin ich aber eher gewillt diese beiden abzuschneiden, da sie sich in das Gesamtbild nicht ganz so toll einfügen.

ich habe heute schon ziemlich viel entfernt, bin nun aber mit meiner Zange an der Dicke des Stammes vorerst gescheitert.
Ich überlege nun, ob ich einen der drei markierten Äste zu einer neuen Spitze formen soll oder quasi ein "dead-end" erzeuge, bei dem die Äste nur horizontal verlaufen (alles darüber wird dann entfernt...oder als eine Art Totholz gestaltet)
Den unteren dicken Ast habe ich vorerst mal noch relativ lange gelassen...hier werde ich wahrscheinlich noch nachkürzen, möchte aber vorerst noch schauen, ob sich Knospen an den richtigen Stellen entwickeln.

Meinungen?

Bild
Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Lärche als Fukinagashi
BeitragVerfasst: 02.06.2017, 08:57 
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Registriert: 21.05.2004, 22:00
Beiträge: 8674
Wohnort: Pirna
Egal was man vorhat, unten Äste abschneiden ist für mich immer das Letzte was ich machen würde, v.a.
wenn der Plan für den Baum noch nicht endgültig sein sollte.
Man schlägt da zum Einen die Tür zu für Alternativvarianten, zum Anderen sind dicke Äste unten immer gut,
auch wenn sie für eine geplante Variante zunächst nicht gebraucht werden.
Sie tragen zur Verdickung des Stammes unten bei und gerade bei der Lärche stören sie nicht, weil sie entweder später
als Jin gestaltet werden können bzw. heilen bei Lärche auch größere Wunden problemlos zu.

Ich würde da jetzt gar nichts weiter machen. Das ist eigentlich schon viel für die Jahreszeit.
Jeder der jetzt wenigen Äste kann mal wichtig werden und
Jin und Shari sind eigentlich so mit das allerletzte in der Entwicklung von solchem Material,
was zumindest ich an so einem Baum mache.

_________________
Viele Grüße
Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Lärche als Fukinagashi
BeitragVerfasst: 08.06.2017, 20:05 
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Registriert: 27.05.2017, 16:00
Beiträge: 4
Hi,

danke nochmal für deine Ausführungen...ich werde Bilder posten, sobald es etwas neues gibt ;)


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