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 Betreff des Beitrags: Silberahorn erste Schritte
BeitragVerfasst: 04.07.2017, 21:07 
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Hallo zusammen!
Bin neu hier im Forum und habe meine Leidenschaft für kleine Bäume vor rund 10 Jahren entdeckt. Damals mit einem Bäumchen vom Baumarkt, dass dann sogar ein paar Jahre gehalten hat...bis zum Vorfall mit dem Hund... Danach lange nichts und jetzt im Zuge der Balkonbegrünung wieder eine mittelschwere Bonsaiitis eingefangen ;)
Allerdings habe ich diesmal nicht beim Baumarkt, sondern beim Fachhändler zugeschlagen und mir diesen Silber-Ahorn Rohling ausgesucht :)


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Zuletzt geändert von BernhardW am 09.07.2017, 01:03, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 04.07.2017, 21:18 
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Mit grob abgespannten Ästen, sieht das Ganze nun so aus...
Eine ungefähre Idee, wie sich der Baum entwickeln soll habe ich zwar schon allerdings bin ich mir beim weg dahin nicht so sicher...kann man aus den stärkeren, aber doch recht geraden Trieben, schöne Nebenstämme entwickeln, oder muss erst mal kräftig zurückgeschnitten werden? Und wenn, wo würdet ihr ansetzen?


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Zuletzt geändert von BernhardW am 05.07.2017, 22:11, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 05.07.2017, 07:22 
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Hallo,
ich glaube, das ist eine gute Basis für einen Start in eine neue Bonsaiaera.
Zugleich ist es Material, was zwar sehr reif ist mit vielen guten Seiten, es ist aber an anderen Stellen weniger gut oder gar nicht behandelt worden über die Jahre.
Es sind also einige Baustellen und wie bei allem gibt es einen schnellen Weg mit vielen Kompromissen für ein ansprechendes Ergebnis und einen langen für ein besseres Ergebnis.

Am Anfang steht immer die Analyse.
Fangen wir unten an.
Das Nebari ist, wie man es sieht sehr gut und das ist wichtig.
Allerdings steht der Baum sehr hoch in der Schale und wurde evtl. auch lange nicht umhetopft.
Das kann darauf deuten, dass da drunter ein weniger gut oder gar nicht bearbeiteter Wurzelballen steckt,negatives Überraschungspotential inklusive.
Der Stamm kommt mit einem schönen Schwung und schöner Verjüngung aus der Erde, nimmt dann noch einen Gegenschwung und endet ... ja wo?
Ab einem bestimmten Punkt hat man ihn dann wohl nur noch wachsen lassen.
Die Folge, keine wirklich erkennbare durchgehende Stammlinie, kein wirkliches Astgerüst, zu dicke Äste oben, wenig brauchbare Äste, die aber auch sehr weit weg vom Stamm verzweigen. v.a. es sind viel zu wenig Äste und es fehlen Äste an einigen wichtigen Stellen. Die Äste oben sind viel zu fett und müssten quasi alle ersetzt werden.

Vorab , Anspannen kann man sich sparen. Abgesehen davon, das man keine Schibbogen - Äste am Baum sehen möchte, bringt das in dem Fall sowieso erst mal nicht viel.

Die Äste, die den Baum mal ausmachen sollen sind zum Großteil noch gar nicht dran.

Metz ist das Jahr rein vom Wachstum her quasi schon vorbei. Da kann man nicht mehr viel machen, würde ich auch nicht.

Das erste wäre im Frühjahr Umtopfen mit wahrscheinlich umfangreichen Schnittmaßnahmen im Wurzelbereich.
Das kann man gleichzeitig verbinden mit dem Entfernen von einigen dicken Ästen.
Guter Wundverschluss ist dabei wichtig , wegen dem starken Saftfluss. Also auch nicht zu spät Umtopfen kurz vorm Austrieb.

Zur Gestaltung.
Grundsätzlich wächst so ein Baum in eine frei aufrechte Besenform und so gestaltet man den prinzipiell auch. Der Baum sollte also eine durchgehende geschwungene Stammlinie mit durchgehender Verjüngung haben und dazu mehr Äste als bei der klassischen Moyogi-Form (links rechts hinten), die von unten nach oben in der Stärke annahmen.

Ich würde Dir raten,mal einen Plan/Zeichnung zu machen und Dir dazu aus dem Net Anregungen / Vorbilder von in der Art ähnlichen Bäumen zu holen. Bei mir waren das meist die Bildergalerien von Walter Pall.

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Viele Grüße
Thomas

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BeitragVerfasst: 05.07.2017, 11:08 
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Moin Thomas, danke für die rasche Antwort...
Der Ahorn kommt aus der bonsaischule wenddorf und der hohe nebari ist dort an beinahe allen bäumen zu sehen. Liegt wohl an der Art, wie die Bäume dort gezüchtet werden...Gibt auch ein Film dazu, abmoosen mit Keramikscheibe, oder so...
Leider konnte ich den Baum vor dem Kauf nicht mit eigenen Augen sehen und den wenddorfern war es dann auch nicht möglich zusätzliche fotos von einem bestimmten baum zu schicken...was ich in Zeiten wie diesen offen gesagt schwach finde....aber was solls, is halt nu so ;)
Mann muss allerdings dazu sagen, dass der nebari in natura wesentlich besser aussieht. Der sehr stark nach hinten geneigte Stamm stört mich da schon etwas mehr. Denke aber, daß man das schon ganz gut hinbekommen könnte. Die Korrektur des Nebari bzw Stammes mit den ersten gröberen Schnittmassnahmen kommende Frühjahr zu kombinieren, war auch mein erster Gedanke. Was die zukünftige Entwicklung betrifft, wäre meine Vorstellung auch so eine Mischung aus frei aufrecht und Besenform. ...so in die richtung zB: (Das mein ahorn nie annähernd so wie die beiden aussehen wird, ist mir im übrigen bewusst. Soll nur veranschaulichen, was ich mir im Prinzip so vorstelle.)


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BeitragVerfasst: 05.07.2017, 22:39 
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Als Basis könnte ich mir so etwas vorstellen,...Ein paar mehr Astansätze, für die meine Zeichenkünste allerdings nicht reichen, würd ich zwar noch zusätzlich stehen lassen, im grossen und ganzen würde ich ihn aber zu Beginn darauf reduzieren...


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BeitragVerfasst: 06.07.2017, 01:37 
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Ich sehe, Du hast schon ein Feeling für die Sache und einen Plan, der gut aussieht.
Ich würde das fast genauso sehen.
Als erstes steht aber für mich der Wurzelbereich und dieser fette (Wurzel-)Hügel lässt nicht unbeingt Gutes erahnen.

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Viele Grüße
Thomas

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BeitragVerfasst: 06.07.2017, 11:56 
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Think positive! ;)
Zumindest verbessern lässt sich der Wurzelbereich bestimmt und den Stamm sollte man auch einigermaßen gerade bekommen. Wenn auch vielleicht auf Etappen.

Gibts noch etwas, dass du heuer noch angehen würdest?


Zuletzt geändert von BernhardW am 16.08.2017, 13:20, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 07.07.2017, 06:11 
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Was mich unruhg macht ist dieser Hügel.
Der trocknet u.U. auch schnell aus bzw. wird gar nicht richtig durchnässt.
Gerade da in Stammnähe solltem neue Wurzeln entstechen u.v.a. keine Absterben.

Ich glaube, ich würde das Teil so wie es ist aus der Schale nehmenin einen Kübel stellen und mit Substrat auffullen bis zu über dem Nebariansatz.
Vorher wurde ich aber den kompletten Bewuchs und was von der Erde darunter entfernen.
Wenn Du jetzt schon weißt, welchen der dicken Äste Du oben rausnehmen willst, kann man das jetzt auch schon tun.
Das ist besser als ales auf einmal, die Wunden bluten jetzt nicht so, weil die Säfte nicht mehr so etrem fließen und trotzdem heilt da noch was zu bis zum Winter.
Da ist scharfes Werkzeug und sorgfältiges Arbeiten wichtig, weil sich dei rinde im Saft leich löst.

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Thomas

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BeitragVerfasst: 07.07.2017, 08:15 
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Zuletzt geändert von BernhardW am 28.07.2017, 23:34, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 08.07.2017, 00:51 
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Wurzeltechnisch sieht's so folgendermassen aus...Sicher nicht ideal, aber über die jahre lösbar, denke ich...


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BeitragVerfasst: 08.07.2017, 00:52 
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Und wieder eingebuddelt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Silberahorn erste Schritte
BeitragVerfasst: 09.07.2017, 12:34 
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Denke, so kann man ihn fürs Erste lassen...hoffe nur, dass sich noch ein paar mehr Triebe aus dem Stamm heraus trauen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Silberahorn erste Schritte
BeitragVerfasst: 25.07.2017, 20:24 
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...Die vorläufige Zielvorgabe...


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 Betreff des Beitrags: Re: Silberahorn erste Schritte
BeitragVerfasst: 26.07.2017, 02:08 
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Jo, das Wetter ist heuer gnädig für sowas, sodas bis zum Winter da noch was wächst.
Ansonsten ist an der Wurzelbereich besser als erwartet. Die großen Stelzwurzeln kann man kappen, da sie fast alle witer oben Verzweigung haben. Mit der Abdeckung jetzt komen da evtl. sogar noch paar neue.

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 Betreff des Beitrags: Re: Silberahorn erste Schritte
BeitragVerfasst: 27.08.2017, 19:35 
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Kleines Update...hat den Schnitt und das Umsetzen offensichtlich gut überstanden :)


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