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BeitragVerfasst: 17.11.2017, 12:14 
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Hallo zusammen,

ich stehe jedes Jahr vor der gleichen Entscheidung, schneide ich meinen Ahorn vor dem Winter oder nach dem Winter.

Eigentlich habe ich ihn immer nach dem Winter geschnitten, dann besteht aber die Gefahr der ausblutens und wenn ich ihn jetzt schneide, habe ich das Gefühl dass die Äste weiter abfrieren...

Wann macht man das am besten?


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BeitragVerfasst: 17.11.2017, 16:41 
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Hallo,
bei solchen Anfargen ist ein Bild nützlich, damit man weiß . wovon wir reden (siehe Eingangsartikel "Bonsai-Hilfe...").
Facherahorn ist prinzipiel frosthart. Trotzdem wird empfohlen, den frostfrei zu Überwintern, v.a. wenn er schon eine ausgeprägte Feinverzeigung aufweist.
Gerade die feinen Äste frieren leicht zurück.
A.G. des schon von Dir erwähnten verstärkten Saftflusses unmittelbar vor Austrieb, ist es empfehlenswert den jetzt oder nach Weihnachten zu schneiden.
Letzteres ist natürlich schlecht möglich, wenn er draußen im Frost steht.

_________________
Viele Grüße
Thomas

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BeitragVerfasst: 18.11.2017, 11:13 
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Beiträge: 13
Hallo Thomas,

Danke schon mal für Deine Antwort. Der Bonsai hat kaum feine Verzweigungen und auch einige längere Austriebe.

Wenn Du schon nach einem Bild fragst, werde ich heute mal ein paar Bilder posten. Vielleicht kannst Du oder andere Experten hier mir empfehlen, welche Äste ich kürzen sollte.

Bis nachher,

Thomas


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BeitragVerfasst: 18.11.2017, 15:59 
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Zitat:
Wenn Du schon nach einem Bild fragst,
Du, ich persönlich brauche das Bild nicht.
Wie in dem Eingangsartikel schon beschrieben, kannst Du ohne Bild kaum eine individuell fundierte Antwort erwarten.
Ebenso wichtig ist für uns , etwas über Vorkenntnisse des Fragestellers zu erfahren.
Wenn ich einem Neueinsteiger , der sich gerade im Baumarkt seinen ersten Ficus Ginseng geholt hat, was über Phytohormone oder Mochikomi erzähle, wird der schnell die Segel streichen.

_________________
Viele Grüße
Thomas

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BeitragVerfasst: 18.11.2017, 19:28 
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Beiträge: 13
Hi,

Bilder kommen morgen. Ich denke, dass ich vor den Fotos schon mal die längsten Zweige abschneiden sollte, damit es übersichtlicher wird.

Schon mal als Background: Ich habe den Bonsai vom Bonsai Händler und er ist seit 21 Jahren in meinem Besitz. Bis vor 5 Jahren hat sich um den Schnitt und um das Umtopfen ein anderer Fachhändler gekümmert. Also seit 4 Jahren versuch ich mehr oder weniger mich allein darum zu kümmern, da der Fachhändler dicht gemacht hat.


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BeitragVerfasst: 19.11.2017, 10:26 
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Beiträge: 13
So ich hab jetzt mal alle Triebe abgeschnitten, meiner Meinung nach zu lang sind. Ich hoffe man wird aus den Bildern einigermaßen schlau.

Für Tipps, was noch ab sollte wäre ich äußerst dankbar.

Im Frühjahr muss der Baum auch wieder umgetopft werden, sollte ich dabei auch etwas zum jetzt Zustand ändern? Meiner Meinung nach ist er zu hoch im Topf oder?


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BeitragVerfasst: 20.11.2017, 16:52 
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Registriert: 20.03.2017, 12:34
Beiträge: 20
Hallo Iceman! (Wer ist das nicht bei dem Wetter brrrr :D)

Ich frag mich ja zuerst mal, warum man Bäume besitzt, aber diese als beim Händler verharren? Das kenne ich nur aus Japan, wo man tausende Euro teure Bäume nur zu Anlässen zu Hause ausstellt und sie sonst vom Profi umsorgen lässt.

Mir stellt sich die Grundfrage nach der Gestaltungsform, die du umsetzen möchtest? Deine Wahl könnte nämlich dazu führen, dass die bestehende Verzweigung wegen Astrückschnitt ohnehin verloren geht.

Ich habe bei Betrachtung noch keine richtige Vision vor mir. Ein Dreieck bekomme ich im Gedanken nicht drum .. vielleicht eine Besenform.

Es wird evtl. schwierig folgende optische "Problemstellen" aufzulösen:
-Zwei etwa gleich dicke Äste entspringend der selben Höhe, und ebenso haben die zwei Kronen die selbe Höhe
-Der untersten Äste sind im Vergleich zu den höheren zu mager, das wirkt unnatürlich

Die Schalenhöhe entspricht zumeist in etwa der Dicke des Stammes. Insofern wirkt die Schale zu hoch, ja.
Der Mooshügel lässt vermuten, dass länger nicht umgetopft wurde (und wenn dann ggf. ohne die unterirdischen Arbeiten?).
Auf jeden Fall im Frühjahr umtopfen, vorher über Substrat für den Fächerahorn und Umtopfen allgemein (speziell Wurzelschnitt) informieren. Dann wirst du sehen, inwieweit du einer Wurzeltiefe für eine passendere Schale näher kommen kannst.

Viele Grüße, Dennis


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BeitragVerfasst: 20.11.2017, 20:42 
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Registriert: 09.05.2016, 09:53
Beiträge: 13
Danke Dennis für Dein Feedback.

Zur Aufklärung, der Baum stand nicht die ganze Zeit beim Händler, es ist nur so, dass ich mich lange nicht getraut hab den Baum zu schneiden und umzutopfen. Deshalb hat das der Händler für mich erledigt.

Vor ein paar Jahren ist ein Teil des Stammes abgestorben, deshalb hab sich das Ercheinungsbild auch so verändert wie es heute ist. Die Frage ist sollte ich die Äste noch weiter zurückschneiden oder warten bis zum Frühjahr?

Falls jemand eine Idee hat, was ich noch kürzen könnte um Ihr in eine gute Form zu bekommen, immer her damit.

Ja, umtopfen liegt im Frühjahr definitiv an. Das letzte mal ist ca. 4 Jahre her. Ich hoffe ich bekomme ihn wieder in die gleich Schale.


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BeitragVerfasst: 21.11.2017, 11:27 
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Beiträge: 20
Also kleine Eingriffe kannst du beim Ahorn jederzeit vornehmen. Auch mittelgroße Aktionen bieten sich zur jetzigen Jahreszeit an (Wundheilung im Herbst ganz gut, allerdings ist der Dauerregen problematisch. Schnittstellen sollten nicht wochenlang einweichen).

Abberrr.. Sinn macht natürlich nur, was für die zukünftige Gestaltung hilfreich ist. Dazu wiederum benötigst du eine Vision wohin die Reise in etwa gehen soll.

Ich könnte mir vorstellen, dass eine Grundgestaltung ansteht. Nur eine Idee bezogen auf "seite 2.jpg"
- den dicken Ast rechts gänzlich entfernen
- mindestens den dünneren der kleineren Äste unten entfernen (den anderen dann verdicken lassen)
- die verbleibende Krone deutlich verkleinern
- den Baum (gegenüber jetzt) etwas schief neu eintopfen sodass der Baum ab dem unteren Stamm leicht nach rechts läuft, und der obere Ast dann nach links. Neigung in etwa so, dass die verbleibende reduzierte Krone in etwa Mittig über dem Nebari sitzt

Aber Vorsicht .. das ist nur eine Idee auf Basis von Fotos. Du selbst kannst es sicher vor Ort besser einschätzen und auch etwas ausprobieren vorher (z.B. Ast-Teile mit der Hand verdecken und checken, wie es ohne ihn wirkt)


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BeitragVerfasst: 22.11.2017, 12:11 
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Registriert: 21.05.2004, 22:00
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Du hast 20 Jahre einen Bonsai und traust Dich nicht ran?
Und was ist das für ein Fachhändler, der Dir nicht mal sagt, dass da irgendwann mal was grundlegendes am Baum geschehen muss außer Triebe einkürzen.

Das Problem ist doch, dass man bei einem jüngeren Baum die Richtung vorgibt und diese dann mit vielen kleinen Schritten (und Schnitten ) umsetzt.

Hier gibt es gar keine erkennbare Richtung, keine erkennbare Ansichtseite, keine Stammlinie , keinen nachvollziehaberen Astaufbau.
Das Problem, die Äste sind schon so fett, dass da große Wunden und große Narben entstehen werden, die immer problematisch sind und die Optik stören werden.
Also nichts mehr mit kleinen Schritten und Schnitten, sondern mehr oder weniger Radikalaktion.
Wenn da jemand sowieso unsicher ist in der Technik, wirds schwierig und selbst der Fachmann steht da erst mal etwas ratlos davor.

Ganz ehrlich, wenn den mir einer schenken würde, würde ich den eher als Zierde in den Garten pflanzen, als mich auf so ein langwieriges Projekt einzulassen.

_________________
Viele Grüße
Thomas

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