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 Betreff des Beitrags: Mein erster Laubbaum, eine Hainbuche
BeitragVerfasst: 07.11.2020, 12:55 
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Registriert: 03.09.2020, 10:42
Beiträge: 11
Letzte Woche war es endlich soweit, ich konnte meine Hainbuche aus dem Gartencenter/Baumschule abholen.
Ach was sage ich, ausbuddeln, geplant war eigentlich das der Baum mit dem Radlader rausgehoben wird, wie gesagt geplant.
Zeit hatte in dieser Woche keiner von den Angestellten, ich könnte sie aber selber rausnehmen.
So kam es dann auch, bewaffnet mit meinem besten Freund, dem geschmiedeten Rodespaten habe ich den Baum sauber ausgestochen,
auch unterwärts. Da stand er nun, aber wie aus dem Loch raushieven, der Bursche kann bei dem Gewicht das Kreuz ruinieren.
Zum Glück war ich gut vorbereitet, hatte auch Seile dabei, so habe ich den Baum aus dem Loch gezerrt und auf den Hänger bekommen und alles ist ganz geblieben.
Zu Hause angekommen habe ich erst mal die oberste Erdschicht bis zu den Wurzeln entfernt und fast alle Äste abgesägt. Plan ist den Baum komplett mit Neuaustrieb aus den
schlafenden Augen aufzubauen. Den oberen Teil versuche ich abzumoosen, den unteren Teil stark einzukürzen. Nur bis zum Frühjahr steht er jetzt in einem Kübel
mit Gartenenrde damit er mir nicht austrocknet, danach bekommt er Blähschiefer/Cocos Substrat. (Danke Thomas für den Tipp)
Der Stammansatz hat fast 20 cm, also soll der Baum mal bei ca. 120cm enden.

Gruß, Gerd
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Dateikommentar: Die geplante Vorderseite...
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BeitragVerfasst: 07.11.2020, 22:39 
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Registriert: 21.05.2004, 22:00
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Wohnort: Pirna
Gratulation!
Die wurzeln auszuspühlen und ihn dann in Gartenerde zu pflanzen ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll.
Das würde ich auch umgehend ändern. Wichtig ist gerade im Frühjahr , dass die Wurzeln für ein ordentliches Wachstum viel Sauerstoff haben. Da trocknet in so einem rel größen Gefaß nichts aus, In Erde läuft man Gefähr , dass er zu nass steht und das ist eher noch schlimmer.
Ich würde ihn also noch mal umsetzen und die Erde vollständig entfernen. Substrat Blähschiefer oder -ton (z.B. Trockenschüttung) mit 1/3 Kokoserde. Kokos hält auch Wasser extrem gut.
Auch das Abmoosen oben würde ich unbedingt lassen, Da entseht am Mutterbaum eine so große Wunde , die an der Spitze bei einer Hainbuche fast immer Proble macht. Nicht selten bekommt man dann den Rotpustelpilz rein und so eine Spitze stirbt mal ganz schnell kplt ab.
Der Baum passt dochh so wie er ist punktgenau. Nur die großen Äste oben muss man rausnehmen.
Mit so tollem Matreial und wenig Erfahrungen würde ich mich mal nach einem Bonsaifreund mit Erfahrung in Deinem Umkreis umschauen.
Das ist tolles Material, das es wert ist, daraus auch einen tollen Bonsai zu machen.
Auch nach 25 Jahren gehe ich noch bei bestimmten Projekten zu Spezialisten , die sich damit auskennen, um deren Ratschlag einzuholen.

_________________
Viele Grüße
Thomas

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BeitragVerfasst: 07.11.2020, 23:12 
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Registriert: 03.09.2020, 10:42
Beiträge: 11
Nein nein, ich habe die Erde noch nicht ausgespült, das werde ich erst im Frühjahr machen.
Dann bekommt er auch erst das neue Substrat.
Das mit der Spitze und dem abmoosen wusste ich nicht, muss auch nicht so werden, also kann ich auch lassen, möchte ja auch das der Baum etwas wird.
Der Stamm hat meiner Meinung nach nur keine ordentliche Verjüngung, deswegen habe ich vor ihn einzukürzen...
Danke für deine Antwort
Gruß, Gerd l


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BeitragVerfasst: 08.11.2020, 09:07 
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Registriert: 21.05.2004, 22:00
Beiträge: 9153
Wohnort: Pirna
Zitat:
Der Stamm hat meiner Meinung nach nur keine ordentliche Verjüngung, deswegen habe ich vor ihn einzukürzen...
Das ist eher ein Problem unten am Ansatz, aber daran änderst Du nicht Wesentliches bei so einem reifen Baum.
Ansonsten ist die Verjüngung einigermaßen gleich maßig nach oben hin.
Oben ist ist dann eine Verdickung durch die großen Aste an einer Stelle. Da müssen die großen Äste halt weg und die Stelle kann man dann evtl. beim Wahl der Ansichstseite nach hinten bringen, wo man sie nicht sieht.
Kein Baum ist perfekt und gerade die kleinen Schwächen machen ihn besonders und interessant.
Wenn alles nur nach Stilregeln ginge, gäbe nur uninteressante Einheitsbäume.

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Viele Grüße
Thomas

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BeitragVerfasst: 08.11.2020, 12:18 
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Registriert: 03.09.2020, 10:42
Beiträge: 11
Hier habe ich mal den Baum im ganzen, wo würdest du ihn kappen?
Ich muss dazu sagen er ruhig groß werden darf, also 120cm wäre super...
Gruß, Gerd
Dateianhang:
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IMG_20201105_091144.800.jpg [ 371.51 KiB | 287 mal betrachtet ]


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BeitragVerfasst: 08.11.2020, 13:11 
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Registriert: 21.05.2004, 22:00
Beiträge: 9153
Wohnort: Pirna
Nach dem Bild in der Karre hast Du den ja schon gekappt. Hätte ich z.B. so nicht gemacht, weil Du jetzt eine große Wunde in der Spitze hast und die ist immer problematisch bei heimischen Hainbuchen. Ich hätte auch einige schon gut entwickelte Äste unten nicht so gestutzt. Die hätte man evtl. nur drahten und in Position bringen müssen.
Der Baum läuft Dir doch nicht weg. Das kann man auch im Frühjahr oder auch erst in 2 Jahren machen . Ein gut verzweigter Ast ist schnell ab. Ehe er wieder so eine Verzweigung bringt, vergehen u.U. 10 Jahre.
Darum ist bei solchen Projekten immer mein Rat, dass man besser vorher jemanden konsultiert, ehe man was abschneidet oder absägt.
Wie gesagt ich mache das nach 25 Jahren noch so, wenn ich mir unsicher bin, wie unlängst bei einem Workshop mit Valentin Brose.
Da kommen solche Teile auf den Tisch und dann werden die Optionen diskutiert.
Es gibt Bäume, da hole ich mir sogar eine Zweit- oder Drittmeinung ein, wenn ich von den vorgeschlagenen Lösungen nicht überzeugt bin.

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Viele Grüße
Thomas

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