Hiho,
diese Buche habe ich letztes Jahr im Wald eines Bekannten gefunden und in ein Topf gesetzt. Dort steht das Bäumchen bis jetzt. Erst vor kurzem fing sie an auszutreiben, wobei ich schon gedacht hätte, dass sie den Winter nicht überstanden hat. Nun habe ich ein paar Fragen: Wie man sieht, treten die Äste sehr symmetrisch aus dem Stamm hervor. Würdet ihr da irgendeinen ganz kappen oder einfach so lassen wie er gewachsen ist? Wie gehe ich jetzt mit dem Austrieb um? Erstmal wachsen lassen oder die frischen Triebe gleich kürzen? Und sollte ich ihn erstmal in diesem Topf lassen oder schon in eine flachere Schale setzen?
Ich danke schonmal für eure Meinungen
Hallo,
leider hast Du nicht süber deine bisherigen erfahrungen in Sachen Bonsai geschrieben.
Rotbuchen treiben rel. spät aus. Das ist normal.
Nachdem das Material nun gut angewachsen ist, musst er natürlich mal eine Grundgestaltung erhalten.
Diese Grundgestaltung stellt die Weichen für die zukünftige Entwicklung.
Sie beinhaltet eine grundlegende Stilvorgabe und legt Stammverlauf und die unteren Hauptäste fest.
Ich würde das im nächsten Frühjahr angehen verbunden mit Umtopfen und einem Wurzelschnitt, der quasi einer Grundgestaltung unterhalb der erde gleichkommt.
Ich sehe zwei Varianten, eine Besenform und eine frei aufrechte (Besen) Form.
Beide Varianten habe ich mal grob skizziert.
Ich hätte mal noch eine Generelle Frage und zwar ist das doch immer eine Art kritischer Punkt, wenn man ein angewachsenes Bäumchen zu einem Bonsai umgestalltet oder??
Ich meine wenn ich oben alles abeschneide und dann auch noch Wurzelballen bearbeite, dann ist doch auch viel Glück dabei, ob der Baum danach wieder anwächst oder nicht??? Heißt das ist so ziemlich die kritischste Phase im bonsaiwerden oder???
erstmal danke für die Ratschläge. Also dieses Jahr gar nichts mehr dran machen? Wann sollte ich denn das Zurückschneiden machen? Weit vor dem Austrieb, kurz davor, danach?
Also das mit der kritischen Phase... ich bin bin ja noch recht neu in der "Bonsaiwelt" und habe noch nicht sehr viele Bäume umgetopft und Wurzeln beschnitten, aber ja, mir geht es auch so, dass ich dann denke "hoffentlich wächst der jetzt gut an", "vll schneide ich lieber nicht so viel ab" und so...
Vll können uns die Profis da etwas die Angst nehmen?
Bei den von mir skizzieren Schnittmassnahmen muss man prinzipiell keine Angst haben.
Für den geübten Bonsaianer ist das Routine und da passiert auch nix, wenn man a) gutes Werkzeug hat und
b) schon bischen Ahnung hat, etwa im Obstbaumschitt im heimischen Garten.
Das Problem beginnt aber schon bei der Materialauswahl.
Buchen gibt es z.B. überall in Hülle und Fülle (Baumschule, Wald, Heckenpflanzen, Bonsaihandel).
Da suche ich mir schon mal Material, wo ich solch Schnitte mit evtl. grossen schlecht verheilenden Wunden
gar nicht erst machen muss, was von den Voraussetzungen her schon in irgendeine Stilrichtung passt.
Voaussetzung ist da natürlch,dass man sich mit diesen Stilen und den entsprechenden Gestaltgsprinzipien erst mal grundlegend befasst.
so nun ist es ja Frühjahr... sollte ich die Buche denn jetzt beschneiden oder noch etwas warten? Im Moment sind es keine Minusgrade mehr in der Nacht, aber wäre es schlimm, wenn ich jetzt schneide und es danach doch nochmal friert?